Die Digitale Welt von Urban

So bleibt Urban auch in schwierigen Zeiten in Kontakt mit den Kunden
Und Action! Michael Walther beim Live-Streaming.

Michael Walther und Tobias Sontheimer vom Maschinenbauer Urban streamen, was das Zeug hält und immer mehr Teilnehmer nehmen an deren Sessions teil. Außerdem gibt es eine Flut an Anfragen nach individuellen Maschinen-Vorführungen. Im Interview geben die, die vor und hinter der Kamera stehen hier ihre Erfahrungen preis.

Seit Juli 2020 ist die digitale Welt der Urban GmbH & Co. Maschinenbau KG am Start. Michael Walther und Tobias Sontheimer vom technischen Vertrieb bei Urban haben seither sämtliche Webinar- und Streamingangebote ausprobiert und optimiert, um den Kunden die Urban-Welt auch digital näher zu bringen. Der Aufwand ist größer als Anfangs gedacht, zahlt sich aber dennoch aus.

GLASWELT – Streamen und Zoomen ist in Pandemiezeiten zum Alltag geworden. So wirklich viel Aufwand ist das ja nicht mehr, oder?

Michael Walther – So ähnlich haben wir uns das am Anfang auch gedacht. Wir dachten: Wir nehmen eine Kamera, greifen auf die übrige Hardware aus dem Büro zurück und Internet haben wir ja auch. Also legen wir mal los und starten mit den ersten Produktvorführungen übers Internet oder auch Maschinenabnahmen bei Kunden. Spätestens als dann die Bilder der Webcam sehr verzerrt waren und man nicht wirklich etwas erkennen konnte, war uns klar, dass dieser erste Ansatz doch etwas zu blauäugig war.

Das mobile Studio für die Urban-Live-Sessions macht's möglich.

Tobias Sontheimer – Wir haben rasch festgestellt, dass wir ohne professionelles Equipment nicht weit kommen werden. Mittlerweile haben wir ordentlich nachgelegt, in mehrere Camcorder und in einen professionellen Mischer investiert. Außerdem hat sich die Arbeitsweise perfektioniert. Es ist klar: Es braucht immer einen Moderator und eine weitere Person, die sich um die Regie und die komplette Technik kümmert. Alleine ist das nicht zu bewältigen.

Walther – Wir nutzen die Vorteile dieser Technik nun wirklich konsequent aus. Über unsere Präsentationssoft- und hardware können wir jetzt nicht nur mehrere Kameras einbinden und zum Beispiel auch Bild-in-Bild-Überlagerungen machen, sondern auch unsere Maschinen-PCs integrieren, so dass unsere Kunden auch die Steuerung sehen.

GLASWELT – Gibt es eine Plattform, die sich für alle Zwecke gleich gut nutzen lässt?

Walther – Nein, die gibt es nicht. Für Live-Sessions bei Produktvorführungen streamen wir zum Beispiel über Youtube Live. Da ist die Bild- und Tonqualität wirklich hervorragend. Allerdings sind die User hier nur passiv. Bei digitalen Maschinenabnahmen setzen wir deshalb andere Systeme ein wie zum Beispiel Teamviewer Meeting oder auch Microsoft Teams.

GLASWELT – Wie groß ist der Aufwand für eine Live-Vorführung?

Sontheimer - Je besser die Vorbereitung, desto besser ist dann auch das Ergebnis. Wir installieren vier bis fünf Stunden vor dem Start einer Session unser Equipment. Das bedeutet: Wir bringen die Kameras in Position und richten alles ein.

GLASWELT – Wie ist die Resonanz?

Walther – Das Feedback ist wirklich sehr gut. Wir bekommen immer mehr Teilnehmer für die Sessions und auch immer mehr Anfragen nach individuellen Vorführungen. Das zeigt, dass unser Konzept angenommen wird. Es war ja für jeden in gewisser Weise Neuland. Für uns genauso wie für unsere Kunden.

Sontheimer – Bis April haben wir jetzt fast wöchentlich ein neues Thema und dabei gehen wir natürlich auf die Anregungen der Kunden ein. Nach unserer Vorführung zum Fräsen von Aluschalen mit der AKS 9600 Cut kam gleich die Frage, wann wir denn eine Session fürs Kunststofffräsen anbieten werden. Das Tolle ist, dass wir wirklich breit aufgestellt sind und auch die kleinere Maschinen und Geräte vorstellen, wie zum Beispiel unser Eckenprüfgerät oder auch die Welt der Einkopf-Schweißmaschinen. Da hatten wir jetzt am 11. Februar ein tolles Event.

Digitale Welt von Urban


GLASWELT – Der Aufwand scheint sich also zu lohnen?

Walther – Auf jeden Fall. Für uns ist es die Möglichkeit, mit unseren Kunden auch in schwierigen Zeiten in Kontakt zu bleiben und dieses Engagement schätzen sie sehr. Das sehen wir nicht nur bei den Sessions, sondern auch bei den digitalen Abnahmen. Hier geben wir den Kunden die Sicherheit, dass bei der Inbetriebnahme der Maschinen alle Parameter passen und sie nach dem GO gleich voll durchstarten können. Keiner will sich einen Zeitverlust durch Stillstand erlauben, denn die Auftragsbücher im Fensterbau sind ja nach wie vor gut gefüllt.

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